Die Freiheit, die wir haben.

oder: „Wenn sie Seele zurück kommen kann.“

Das Denken trennt immer wieder.
Unserer Brust wohnen zumindest zwei Stimmen inne. Beide Stimmen sind nicht wirklich erlöst, können im Körperdasein keinen wirklichen Frieden finden. Sind entweder schon voraus oder resigniert im Off abgestellt, manchmal ganz subtil in einer Stille zurückgezogen, die nicht lebendig ist. Die nur erträglich ist.

Oft wenn etwas eine bestimmte Richtung genommen hat, wird diese sehr bald wieder gespalten in zwei. In öffentlichen Diskursen und im eigenen Herzen bemerkbar, oder? Was meinst du? Und wir schleppen uns dann manchmal so durch diese Erfahrung der Dichte, die dann einem Gefangensein gleichkommt.

Die Freiheit, die wir haben, zumindest immer wieder haben und sogar einüben können (durch so viele verschiedene Methoden der Innenschau), ist es eine Mitte zwischen den zwei Stimmen einzunehmen. Keine mentale Durchschnittsmenge, kein Kompromiss. Keine neutrale lauwarme Mitte, sondern ein tieferes Versunkensein, das mit offenen Augen in Kontakt geht mit allem, das ganzen Raum und ganze Zeit hat für diesen Moment. Es braucht keine Geschichte, kann aber jeder Geschichte wachsam folgen und rundet diese Geschichte ab, allein durch diese präsente Haltung der inneren Mitte.

Auch mit den Asanas im Yoga üben wir diese Haltung-
Manche Menschen üben sich darin etwas mehr nach vorne zu lehnen, andere darin sich zurück zu lehnen.

Wir alle können die Mitte uns erschließen,
Schicht für Schicht.
Das ist sehr reichhaltig,
immer zunehmend an Lebendigkeit und Verbundenheit mit all den anderen Lebewesen in ihren Körpern.

So-Sein Sascha 9.7.19

 

Nachtrag: Statt Spiritualität möchte ich „Lebendigkeit“ sagen und auch statt „weltlich“ möchte ich „in Verbindung sein“ schreiben und so möchte ich euch mutigen „Hofnarren“ Richard David Precht empfehlen, der uns allen den Spiegel vorhält, mit einer der vielleicht wichtigsten Frage: „Die Zukunft kommt nicht – sie wird von uns gemacht! Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?“

aus: R.D.Precht: „Jäger, Hirten, Kritiker“ Goldmann 2018. Klappentext“

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