“Learnability” – Die momentane Bereitschaft für neue Erfahrungen.

“Learnability” – Die momentane Bereitschaft für neue Erfahrungen.

Die Suche nach neuen Sicherheiten an den noch nicht erfahrbaren äußeren und inneren Rändern deiner Welt.

Wie sehr bin ich bereit Neues zu lernen? Oder ist eh schon alles klar?

 

Du kennst das bestimmt: Ein völlig unlogischer Gedanke plus ein inneres eigenartiges Bild kurz vor dem Einschlafen. Vertrauensvoll gibst du dich dem Schlaf hin und wachst im Idealfall mit weitem Herzen und frischen klaren Gedanken wieder auf. Das Leben kann das. Es defragmentiert unser Denken und setzt alles wieder frisch und neu auf.

In der Schule geht es heute immer noch vorrangig um Wissensvermittlung, nicht um tiefere (erfahrbare) Herzensbildung. Ich nehme an, dass das so ist, da für die kollektive menschliche Existenz die Angst und das Misstrauen in die Intelligenz des Herzens noch zu groß ist. Wir sind schlicht noch zu verletzt um stillen, klaren inneren Impulsen zu vertrauen, oder?   So suchen wir lieber weiter nach Sicherheiten in nachvollziehbaren logischen Kausalitätsketten. Mit Intuition zu operieren, das tönt für unseren Verstand nach wie vor nach unseriöser, viel zu vager Esoterik.

Dass sich kognitiven Sicherheiten innerhalb unserer verschiedener Narrative kräftig widersprechen und einerseits zu großen kreativen und andererseits auch zu destruktiven Spannungen führen ist jedem klar. Dass dahinter aber erfüllte oder weniger erfüllte Herzen stecken, das widerum ist nicht so bekannt. Vivian Dittmar erklärt das alles sehr klar und schlicht, z.B. h-i-e-r.

In der Innenschau beginnt gemäß der östlichen Traditionen der Frieden und die Herzensbildung. Sie allein ist die Basis für wirkliches Lernen und Erfahren. Das Herz kommt mit einem defragmentierten unlogischen Denken auch gut zurecht. Denn es ist Ambiguitäts-tolerant, das gute Herz.

Immer wieder ziehe ich mir ganz verschiedenen Narrative oder Perspektiven (sich nicht unbedingt widersprechende, aber jedenfalls nicht immer zusammenpassende logische Sichtweisen auf die Welt) zu Gemüte. Keine einzige davon muss letztlich recht haben, doch alle Informationen bereichern mich irgendwie. Solange bis meine innere Stimme mir wieder Leere empfiehlt. Integriert und verdaut nähren diese unterschiedlichen Sichtweisen auch das ausgewogene Herz. Neben Gesprächen, Begegnungen, Umarmungen, Augenblicken, Tänzen etc. sind andere, neue Narrative wichtig für mich. Ich will dazu lernen.

Zu drei verschiedenen vielleicht für dich neuen (?) Narrativen möchte ich hier einladen.

Sichtweisen eines buddhistischen Lamas und Superreichen (Michael Roach), eines mutigen Visionärs (David Wilcock) und eines wunderbaren Denkers (Fabian Scheidler, “Das Ende der Megamaschine”) überlappen sich in manchen Punkten in ihrer Weltsicht.

 

Diese verschiedene individuelle Denksysteme  entsprechen noch nicht immer meinem persönlichen Erfahrungswissen. Aber gerade in der Beschäftigung mit dem Neuen, öffne ich mich den noch nicht wirklich erfahrbaren äußeren und inneren Rändern meiner Welt. So gebe ich mir neue Erfahrungsmöglichkeiten, öffne den Rahmen des Möglichen und mache mir die Welt immer noch etwas mehr erfahrbar. Reicher, komplexer, bunter. Lernfähigkeit (oder “Learnability”) dehnt erstmal meinen Rahmen des bisher für möglich Gehaltenen aus und füllt ihn dann mit neuen Erfahrungen an. Am Ende dieses Sommers schreibe ich meine persönlichen Erfahrungen und Quintessenz dazu hier im Kommentarteil auf.

Wenn du magst füttere mich mit deinen Erfahrungen und Sichtweisen dazu, hier unten im Kommentarteil oder auch beim nächsten So-Seins Council.

Danke, dein So-Sein Sascha

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