So-Sein Council

Der nächste So-Sein Council: Mittwoch 16.10.2019 um 19:15 (Start 19.30)

 

  Mit So-Sein Councils wollen wir am Kulturwandel unserer Kommunikation mitwirken. Wir wollen mittels des Council Formats in Anbetracht großer weltumspannender Herausforderungen unser „Caring“ neu ergründen, unser Verbundenheit erfahren und dadurch eine feste Tragfähigkeit unseres gemeinsamen Handelns schaffen.   

 

Das Format:

Ein stiller runder Tisch. Oder auch ein Sitzkreis. Am meisten wird ja ohne Worte oder neben, rundum der Worte kommuniziert. Wenn wir allerdings wirklich nur in Stille sitzen, findet für viele oft kein spürbarer Austausch statt bzw. verliert man sich schnell im eigenen „Gedankenfilm“, auch wenn natürlich viele Menschen wachsam für die allgemeine Stimmung sind,  wollen wir uns auch gern mit Worten austauschen. Mit Hilfe der Council Methode kann ganz spontan das in Worte gegossen werden, was für die lebendige wache Gruppe gerade relevant ist, sich zeigen darf, aufgeworfen werden kann. Wozu? Damit ein nächster, für alle sinnvoller   „Handlungs- oder Handlungsunterlassungs-Schritt“  hervortritt.

Der jeweilige Host wird jedes Mal ein anderes, ein für alle relevantes Thema als Impuls in den Kreis geben. Z.B.: „Finanzieller Profit versus sinnvoller Vorsatz.“ oder „Individuelles und kollektives Agieren im Klimawandel“

Es geht mir mit So-Sein Council nicht vorrangig darum, so-sein (also „Leerwerden, Entladen, Ganzwerden“) weiterzugeben, so wie ich es mit So-Sein Yoga mache. Es geht mir dabei darum, so-sein greifbar für jeden einzelnen zu machen, indem er/sie „es für sich in die Hand nimmt“ und in sein / ihr persönliches Verständnis gießt. Dafür gebe ich jeden Quellen Anspruch (jede So-Sein Quellenanbindung ist gleichwertig) auf. Ich vertraue darauf, dass sich das Nachfragen, also das sich vernetzende Interesse auf eine Weise sich ganz von selbst ergibt. Ganz wie es eben durch die gemeinsame lebendige Stille sich gebärt. Allein durch die Gruppenintelligenz als ein neues Ganzes verwobener  individuell mitgebrachten Themen / Biografien aller TeilnehmerInnen. Das ist ja im So-Sein Yoga auf sehr subtile Weise nicht anders, denn immer passt sich die Yoga Einheit intuitiv dem kollektiven Gruppenvermögen an. Doch diesmal wird diese kollektive Gruppenintelligenz halt von einzelnen verbalisiert (statt in bekannte Asanas gegossen), und eben auch nicht allein von mir. 

 

Interessiert dich das? Aktiv präsent sein, verwoben in einem echten sozialen Netzwerk und ohne Erwartung an ein bestimmtes Ergebnis genau jene Worte, jene Themen auftauchen zu lassen, die genau jetzt zwischen genau diesen Menschen auftauchen wollen?“

 

Wann? Wie? Was? 

Wir treffen uns an unterschiedlichen Termine einmal im Monat von 19:30 bis 21:30, vorerst bei immer anderen privaten Hosts in Wien. Der Kreis ist vorerst offen. Dabei sitzen wir  zuerst in 10-15 Minuten Stille und  kommunizieren dann nach den vier Council Grundsätzen:

1 – mit einem Redegegenstand allein von deiner aktuellen Essenz sprechen.

2 – nur das sagen, was jetzt für dich relevant ist und vom Herzen kommt.

3- Zuhören ohne zu urteilen.

4- alle kommunzieren auf Augenhöhe gleichberechtigt miteinander und sind dabei spontan: Du bereitest also nichts vor, sondern lässt ohne zu Wissen gleichsam „durch dich“ sprechen. So geht es mehr darum, das noch verdeckte Gemeinsame zu versprachlichen als über deine Probleme zu reden.

 

Auch du kannst gern ein Host werden. Deine Ausgaben werden durch uns alle ausgeglichen. Ansonsten ist das Treffen für alle kostenfrei. Bei Interesse an der Teilnahme und am Hosten, melde dich bei mir. Sascha Tscherni:  sascha@so-sein.at – 0650-7614837

 

Der nächste So-Sein Council:

Mittwoch 16.11.2019 um 19:15 (Start 19.30)

Mauerbach, Lannergasse 54 , Klick hier  für Anfahrt

So-Sein Council sind wieder Teil des Netzwerk der Pioneers of Change-Regionaltreffen: https://pioneersofchange.org/landkarte/

„Ist Selbstaufopferung eine zwar drastische, aber nur natürliche gesunde Art der Kooperation mit dem Leben, wenn der Großteil der Menschheit  versucht sich selbst und die Erde zu zerstören ?“

Diese Frage möchte ich beim So-Seins Council stellen. Dazu auch ein guter Artikel aus „Die Zeit“ über Roger Hallam und über „Extinction Rebellion“.
 

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7 Kommentare

  1. Lieber Sascha, ich danke dir für diese Abende im Kreis. Unglaublich, was sich innerhalb kurzer Zeit bewegt und mich wieder ganz zu mir zurück führt. Beim ersten Abend kam ich in großer Aufregung und konnte nach den 2 Stunden innerlich ruhig und voller Inspiration gehen. Letzten Sonntag wurden die Widerstände, die beim Thema „From Ego to Eco“ in mir auftauchten umgewandelt in Freude und Motivation. Schön, dass du mit Herzblut diese Erfahrungen ermöglichst mit diesem neuen Format, ich hoffe, dass das noch viele Menschen erleben können und wir ausstrahlen ins Große Ganze und die Welt damit verändern.

    • Danke Johanna. Danke auch fürs Weitersagen, fürs Gießen des Pflänzchens…

      Hab mich gefragt, ob der So-Sein Council nur ein natürliches Nachnähren und Feiern der Verbundenheit bleiben wird. Denn inhaltlich und umsetzungstechnisch kann man ja auch weite Kreise mit Hilfe des Councils ziehen. Vielleicht braucht es aber für uns erstmal mehr das „Aufladen der Resourcen“ (diese technische Sprache!!!), also Verbindung aufleben zu lassen.
      So war es zumindest bei diese ersten zwei So-Sein Councils.

      Trotzdem spinn ich weiter: Manche meinen ja, dass ab dem Bedingunglosen Grundeinkommen (BGE) viele erstmal 5 Jahre saufen würden.
      Geld wäre ja genug dafür da. Und sozial verträgt sichs dann wahrscheinlich auch großteils, wenn wir als Gesellschaft dann schon so weit sind, uns ein BGE zu gewähren.

      Von „Ego zu Eco“ (Otto Scharmer, U-Theory) ist ja im traditionellen Sinne auch eine Anspielung. Denn jahrtausende lang hieß es vom „EGO zu Brahman / Gott / Einheit“
      Ganz wenige hatten das Feuer für diesen Weg. Immer noch sind es wenige.

      Doch für die Entwicklung zu ECO haben wahrscheinlich zwangsläufig jetzt mehr Menschen das Feuer. Feuer unterm Arsch, die existentielle Bedrohung macht sich bemerkbarer. Vielleicht schaffen wir es auch nur wirklich zu ECO, wenn wir gleichzeitig auch zu Brahman / Gott / Einheit uns entwickeln ?

  2. Lieber Sascha,
    ich würde mich freuen, wenn wir hin und wieder in Wien counciln würden, dann komm ich auch noch heim im späten Anschluss 😉 Ich bin sehr sehr gerne immer wider mit Euch. Es war wunderbar die vergangenen Male. Danke.

    • Liebe Laura,

      vielen Dank für deinen Kommentar, da sicher viele genau die selbe Sorge haben wie Du:

      „Ui, Mauerbach das ist ja ewig weit weg! Irgendwo im Wienerwald. Das geht von Wien nicht, schon gar nicht, wenn es eine Abendveranstaltung ist und ich kein Auto hab.“

      Aber das scheint nur so.
      Denn erstens nimmt immer jemand Leute mitm Auto aus Hütteldorf hin und zurück, zweitens liegt das Ganze noch innerhalb der Öffi Kernzone 100 (Wien). Ja, und drittens hat eine Yoga Teilnehmerin mal gemeint, dass sie vom 17.Bezirk ungefähr gleich lang in den zweiten Bezirk braucht wie nach MAuerbach-Steinbach, wo es spätestens den 3 min AutoShuttle hinauf auf den kleinen Hügel gäbe.

      Auf bald vielleicht sogar in Mauerbach,
      oder auch gern mal wieder in Wien.
      Für Oktober gibts übrigens schon einen Ort in Wien.

      Ahoi und Namasté, Sascha

  3. „Losing Earth ist eine Offenbarung. Als ich die Geschichte letzten Sommer in der New York Times las, traute ich meinen Augen nicht. Es kommt nicht oft vor, dass eine Zeitung ein kleines Buch als Sonderausgabe druckt und mit Fotos und Videos frei zugänglich im Netz hält. Während des Lesens stand mir immer wieder der Mund offen. Ich war wütend und wurde kampflustig. Ich konnte kaum glauben, was ich las. Ich wollte mehr wissen. – “

    derstandard.at/2000101281915/Losing-Earth-Die-Erde-ist-bald-Geschichtehttps://derstandard.at/2000101281915/Losing-Earth-Die-Erde-ist-bald-Geschichte?ref=article&fbclid=IwAR0bxsopetVG7gnvuU54HZu2vATuL5E94MwMtnIXNrwCUFqQ3qD0u_Yq9YU

  4. „Bis in die jüngste Vergangenheit lebten Menschen in Familienhorden von gewöhnlich etwa zwanzig Mitgliedern, die lose mit einen Stamm von vielleicht ein paar Hundert verbunden waren. Offen zur Natur und zueinander kannten sie einander sehr viel intimer, als wir es uns heute vorstellen können. Das Sprechen war eigentlich überflüssig, so wie es oft zwischen Liebenden oder zwischen Mutter und Kind der Fall ist. Wenn wir jemanden dermaßen gut kennen, wissen wir ohne zu fragen, was sie denken und fühlen. Dies gilt umso mehr für die vorsprachlichen Zeiten, als unsere mitfühlenden Fähigkeiten noch nicht durch den vermittelnden Sprachapparat verstellt waren. Verbringe einmal einige Zeit in Stille allein mit einer Person oder einer kleinen Gruppe und beobachte, ob du dich mit ihnen nach nur ein paar Tagen oder gar Stunden intimer verbunden fühlst, als wenn du mit ihnen gesprochen hättest. Die Empathie und das intuitive Verstehen anderer, das sich in solchen Umständen entwickelt, ist erstaunlich“

    aus Charles Eisenstein „Renaissance der Menschheit“ http://www.kanope.de/ascentli9.html im Kapitel „Ettikettierte W
    elt“

  5. Eine Diskussion im Sinne von “wer hat recht” ist kaum fruchtbar! – Im Council Format ohnedies nicht…

    „Wenn ich andere als “Klimawandelleugner” schubladisierte, dann schafft das auch Trennung. Da macht es viel mehr Sinn, wenn wir auf das Gemeinsame schauen und das was wir tun können, ganz egal, ob wir an menschengemachte Klimaveränderung “glauben”. Und was eine Fixierung auf “CO2-Vermeidung” übersteigt.

    Dann werden wir uns sicher meist einig, dass wir achtsamer mit uns und miteinander und mit der Erde umgehen wollen.

    Und wir können einander fragen: was tust du, was tue ich, was tun wir konkret? Wie tragen wir ganz praktisch bei zu einem “Guten Leben für Alle”?““

    aus: https://pioneersofchange.org/klimawandel-gibt-es-nicht/

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