das Besondere an meinem Yoga-Stil

 pomme granateIch unterrichte einen an B.K.S. Iyengar-Yoga angelehnten Stil. Der Großteil meiner Lehrer*innen waren und sind Iyengar-Yogalehrer. Damit ist ein detailgetreues Yoga gemeint, das anfangs im Unterschied zu dynamischeren Yogarten vielleicht statisch erscheinen mag, andererseits aber bald den subtileren Energiefluss im Körper bewusst macht und vor Verletzungen schützt und vorbeugt.

Vor dem Asana (eine Position, in welcher der Geist zur Ruhe finden kann), im Asana und nach dem Asana – alle drei Phasen sind gleich wertvoll. Kreation und Stille bedingen einander. „The crack where the light comes in“ sang Leonard Cohen. Sprich im „Sprung“ (crack), im Zwischenraum und im Übergang kann sich deine Wahrnehmung vertiefen. Das momentane Feedback deines Körpers wird zur Basis deiner geistigen Ausgeglichenheit. So-Sein Yoga bietet dir ein poetisch durchsprochenes Zurückholen zu deiner Mitte, ein „über deinen Körper zu dir selbst“. 

 

 

 

Warum heißt es eigentlich So-Sein Yoga ?

Es handelt sich bei diesem Yoga höchstens zu einem Drittel um ein Work-out. Gerade in dem Maße, das du brauchst um in deinen Körper zu kommen. Sobald du mehr im Körper angelangt bist, fällt es dir leicht zu begreifen, was ein energetisches Nein und was ein energetisches Ja bedeutet, was Hingabe und was Widerstand bedeutet. Das ist dann das zweite Drittel von So-Sein Yoga, dieses Anstoßen an deine inneren Grenzen und das So-Sein mit diesen Grenzen. Körperlich und geistig. Wenn du in Folge weiterhin mit offenem, entspannten Mund ausatmest (anders als bei vielen anderen Yogaarten) und Nachfühl- oder Sinkpausen einlegst, wird es dir gelingen, mit deinen Gefühlen und deinem Herzen in Kontakt zu sein, ohne dich damit zu identifizieren. Also du wirst immer mehr fühlen lernen, ohne der Geschichte deiner Gedanken zu diesen Gefühlen folgen zu müssen. Auch wenn der Wildbach der Gefühle noch so stark ist, oder gerade deswegen angestoßen wird – Weil du die „Staumauer“ nicht mehr angestrengt aufrechterhalten musst, kann sich auf diese Art ein friedliches, authentisches, tiefes „Ich bin“ einstellen. Daraus entspringt dein Tun ganz neu. Daraus kannst du frisch, begeistert und selbstwirksam dich dem dualen Leben zuwenden.  

 

Yoga „ohne Lateralschäden“ !

Im Allgemeinen können geübtere Yogis neben Anfänger*innen in einer Einheit nebeneinander üben. Du kennst deine Grenzen und bist eigenverantwortlich. Die präzisen Anweisungen beugen Verletzungen vor. Ich sehe meine Yogastunden als Inspiration und Motivation für deine eigene Yogapraxis.

 

Was bedeutet Yoga für mich?

Wenn ich Yoga mache, hole ich meinen gerade in irgendeine Richtung betriebsamen Geist zurück zu meinem Körper. Sammlung passiert. Ich werde mir dem Geflecht bewusst, das ich bewohne. Manchmal ist es mühsam das Feuer in mir anzuheizen, manchmal hänge ich in träger oder hitziger Gedankenzerstreuung, dann wiederum will ich einfach zu viel in zu kurzer Zeit und mein Nervensystem ist zittrig…von welcher Befindlichkeit auch immer ich mich auf meine Yogamatte begebe, nach einiger Zeit des Übens stellt sich eine Balance ein, ich ruhe mehr im Moment, bin bei meinem Atem und auch mein Blick nach Außen wird wieder ungetrübter. Projektionen werden erkannt und somit entschärft. Seit 1993, meiner ersten Indienreise, habe ich verschiedene Arten des Yogas ausprobiert. Ich praktiziere neben den Hatha-Yoga Asanas seit 1998 auch regelmäßig Einsichtsmeditationen, “arbeitete” im Theta-Zustand (4-7 Hertz Gehirnwellenfrequenz). Yoga bedeutet für mich in Dankbarkeit erkennen dürfen, dass Außen und Innen eins sind. Yoga-Asanas sind meiner Empfindung nach jedoch nicht unbedingte Voraussetzung, um gänzlich hinter die Kulissen deines Lebens zu schauen (zu fühlen) bzw. um völlig in der Totalität des Mysteriums aufzugehen.

 

Wozu So-Sein Yoga? Für wen?

13 Kommentare

  1. Dein Yoga ist einfach suuuuuuper…Dieser Yogastil ist genau der!!!
    Wir wollen es nicht mehr missen!
    Claudia Und Richard

  2. Dein Stil gefällt mir .. das Wechselspiel zwischen Spannung und Entspannung und das Spüren was dies in mir verändert .. tut gut !

  3. Deine Art der Begleitung und Anleitung lässt mich sehr konzentriert und achtsam sein. Jedes Mal nach einer Yoga-Einheit gehe ich weg mit dem Gefühl ganz angenehm und ruhig bei mir zu sein.

  4. zur mitte kommen, ausloten wo grenzen sind, sie sein lassen, tief in diesem raum spüren, was ist. damit gehen.

  5. Für mich bedeuten Deine Yoga Stunden so-sein zu dürfen, wie ich bin… meinen Impulsen nachzuspüren und nachzugeben, in mich zu gehen und den unnötigen Ballast des Alltags hinter mich zu lassen. Die Übungen helfen mir meinen Körper wieder als Ganzes zu spüren. Ich erfreue mich der plötzlichen Bewegungsfreiheit, aber auch der neu entdeckten und sehr präsenten individuellen Grenzen, welche mir helfen Ziele zu definieren und mich motivieren irgendwann darüber sogar hinauszuwachsen.
    Das was ich ganz besonders schätze, ist die angenehme, fast familiäre Atmosphäre in Deinen Stunden, und die natürliche Begegnung auf einer Augenhöhe innerhalb der Gruppe, unabhängig von Können und Vorerfahrung.
    Einzig die Räumlichkeit in Stockerau empfinde ich manchmal als nicht sonderlich stimmig. Vielleicht würden Räucherungen vorab, oder Kerzen und Tücher den Raum etwas heimeliger gestalten.

  6. Yoga mit dir bedeutet für mich: in die Ruhe kommen, ganz da sein dürfen, mich nicht vergleichen müssen, aus dem Alltag rauszukommen zu dürfen in die Präsenz in der Form von Asanas.
    Es bedeutet auch Erholung von einem vollen Tag, bedeutet müde hinkommen, gelassen und kraftvoll hinausgehen.
    Es bedeutet immer wieder neues entdecken, nach jahrelangem üben der gleichen Übungen immer wieder neue Aspekte zu erfahren, meine eigene Entwicklung zu beobachten.

  7. dein yoga hat für mich wunderbar funktioniert – so entspannt wie nach deinem workshop in kärnten war ich schon lange nicht mehr. dazu deine wenigen worte, deine ruhige ausstrahlung und deine zurückhaltende, unaufdringliche führung durch die einzelnen übungen – für mich war’s genau richtig und ich hab zu hause gleich mal zwei stunden geschlafen … weniger ist nicht nur mehr – bei dir sogar sehr sehr viel mehr! vielen dank!

  8. Danke Sascha, für die wunderbare Möglichkeit dich als Yogalehrer erleben zu dürfen.
    Wie erlebe ich dich als Lehrer? – Du unterstützt die Erfahrung, indem du die Aufmerksamkeit auf die körperlichen Wahrnehmungen lenkst und gleichzeitig innere Bilder anregst, die die körperlichen Empfindungen vertiefen. Du arbeitest präzise und genau, lädst aber auch zur Selbstverantwortung und zum achtsamen Umgang mit dem eigenen Körper ein. Die fließenden Abfolgen und Übergänge unterstützen uns in unserer letztlich rein „fließenden Natur“.
    Wie geht es mir danach? – Nach dem Yoga fühle ich mich aktiviert. Die energetischen Systeme im Körper sind offener, jede Zelle freut sich. Die Stunde auf der Matte kann damit weit hinaus in andere Lebensbereiche hineinwirken und Transformation auf unterschiedlichen Ebenen ermöglichen, unterstützen und anregen.

    • Oh, das freut mich. Danke. Auf ein Wiedersehen, Sascha

  9. Die Hindernisse annehmen und überwinden, die Müdigkeit spüren und dann mit Freude zu deine yoga Stunde anzukommen. Diese Freude habe ich heute so stark gespürt. In der yoga Stunde das auswringen, das Atmen und alles so sein lassen mit dem Strom eins sein dafür Danke ich dir! Innerlich ein paar neue Schritte gehen in der asana um zu erkennen, es ist alles gut so! Was eine Freude yoga mit dir machen! Dankeschön!

    • Danke, das freut mich auch. Manchmal wird es wirklich recht still durchs Yoga.

  10. Eine tolle Kombination aus Atemtechniken, Yogaübungen und Wahrnehmungs-vorschlägen.

    Mir ist dazu ein Zitat von Moshé Feldenkrais ein:
    „Alles, was einer gut kann, fällt ihm nicht schwer.“

    Was ich bei dir bemerkt habe,während deiner Session, waren sowohl die bewegungskonfigurationen wo ich gut hinkomme und meine Atmung auch noch leicht fießt und wo ich eben nicht so gut hinkomme.

    Toll!!!

    Auch gut wie du immer wieder drauf hinweist Unterschiede wahrzunehmen, da ist noch Luft nach oben.

    Außerdem hilft es mir oft Bewegungen langsamer auszuführen um dann meine Atmung besser warzunehmen.

    Eine wirklich sehr vielfältige Methodensammlung!
    Danke !

    Om namo amysaschaya

    • Schön, was du da mitnehmen konntest, lieber Andy.
      Auf bald mal wieder beim Yoga.

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